Kartierungsprojekt

Vermessung per Drohne

Zur Vermessung aus der Luft nutzt das Bauunternehmen Strabag die neue Drohne Phantom 4 RTK. Sie soll zentimetergenaue Positionierungsdaten liefern sowie eine präzise Navigation und ein leistungsstarkes Kamerasystem besitzen.

Vermessung per Drohne

Bei der Kartierung und Vermessung setzt Strabag auf ein neues Drohnenmodell: Phantom 4 RTK.

Dank der neuen Drohne können durch effizientere Einsätze Vermessungen generell kostengünstiger durchgeführt werden, heißt es seitens des Herstellers DJI. Die Phantom 4 RTK wurde spezifisch für die Bedürfnisse jener Anwender entwickelt, die sich bereits auf Drohnen für Vermessungstechnik, Kartierung und Inspektionen verlassen würden. Man habe die Rückmeldungen aus dem Markt der Drohnenkartierung und -vermessung in die Entwicklung einbezogen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Um die Vorteile der Positionierungsmodule der Drohne vollständig nutzen zu können, gleiche das neue Timesync-System die Daten des Flugreglers, der Kamera, welche mit einem 20-MP-Cmos-Sensor ausgestattet ist, und des RTK-Moduls kontinuierlich untereinander ab. Darüber hinaus sorge Timesync dafür, dass die werkskalibrierten Objektivparameter der Phantom 4 RTK zusammen mit Lage, Flughöhe und zusätzlichen Daten in jedem Foto gespeichert werden. Dadurch sollen die Positionsdaten genau mit der Mitte des Cmos-Sensors übereinstimmen und bei der Optimierung der Ergebnisse photogramme-trischer Methoden helfen.

Steuerung per App

Gesteuert wird die Drohne per GS-RTK-App. Sie bietet – zusätzlich zu den traditionellen Flugmodi – zwei neue Planungsmodi: Photogrammmetrie und Wegpunkte. Die Planungsmodi erlauben automatisierte Arbeitsabläufe, indem Piloten die Flugroute der Drohne festlegen, während Parameter wie Überlappungsrate, Flughöhe, Fluggeschwindigkeit und Kameraeinstellungen einfach eingestellt werden können. Geplante Flüge sollen leicht wiederholbar sein und Teams Daten über verschiedene Zeiträume sammeln lassen, um mögliche Veränderungen zu erfassen.

Blick in die Praxis

Beim für Infrastrukturprojekte bekannten Bauunternehmen Strabag SE wurden Drohnen bereits seit 2010 für mehrere Kartierungsprojekte eingesetzt und die Vorteile von Luftbilddaten für 3D-Modelle, Kostenreduzierung und Betriebseffizienz ausgewertet. Aktuell vertraut Strabag auf das neueste Werkzeug: die Phantom 4 RTK.

„Die Nutzung von Drohnen zur kartographischen Erfassung im Bauwesen hat viele Vorteile. Ihre Nutzung ändert Arbeitsabläufe und vereinfacht viele Arbeitsschritte“, so Dr. Thomas Groeninger, Head of Business Unit Digital Object Survey and UAV bei Strabag SE. „Konventionelle Vermessungsmethoden bieten ebenfalls 3D-Modelle an, aber digitale Geländemodelle von Drohnen bieten eine höhere Punktdichte.“ Die Realität werde daher viel detaillierter dargestellt, versichert er. 

Bildquelle: DJI

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