Bundesnetzagentur

Versteigerung von 5G-Frequenzen angeordnet

Die Bundesnetzagentur hat heute entschieden, die Versteigerung für Frequenzen bei 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz anzuordnen. Diese sollen sich insbesondere für den Ausbau von 5G in Deutschland eignen.

Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen

Wann kommt die Versteigerung der neuen 5G-Mobilfunkfrequenzen?

„Der Mobilfunk braucht weitere Frequenzen für den Netzausbau, um die stark ansteigenden Datenvolumina bewältigen zu können. Da die Frequenzen knapp sind, werden sie versteigert. Die Anordnung der Versteigerung gibt dem Markt Planungssicherheit für das weitere Verfahren“, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) soll nicht nur die Datenraten für Endnutzer verbessern, sondern auch innovative Anwendungen wie automatisierte Produktion in der Industrie 4.0 oder Echtzeitanwendungen im Rahmen des Internets der Dinge ermöglichen.

Eigenen Angaben zufolge ist es Aufgabe der Bundesnetzagentur, für die Vergabe der Frequenzen ein objektives, transparentes und diskriminierungsfreies Verfahren zu gewährleisten. Bevor die Auktion beginnen kann, ist noch über die Vergabebedingungen und Auktionsregeln zu entscheiden. Dabei regeln die Vergabebedingungen, welche Rechte und Pflichten mit der Nutzung der Frequenzen verbunden sind. Dies beinhaltet auch Auflagen zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung. Die Auktionsregeln betreffen die konkrete Durchführung der Versteigerung.

Nach Beteiligung der interessierten Kreise werden bis Ende 2018 die finalen Vorgaben für die Versteigerung vorliegen. Aufgrunddessen wird sich die bislang von Branchenkennern für Herbst 2018 avisierte Versteigerung der Frequenzen wohl nach hinten verschieben.

5G-Frequenzen regionale Funknetze

Neben bundesweiten Frequenznutzungsrechten, die versteigert werden sollen, wird die Bundesnetzagentur auch Frequenzen zur lokalen und regionalen Nutzung bereitstellen, heißt es in einer Pressemeldung.

Zum Hintergrund: Sowohl die Wirtschaft als auch die Industrie haben das Potential der kommenden Mobilfunkgeneration 5G erkannt. Von daher fordern sie Frequenzen für eigene, autarke Funknetze für Anwendungen wie Industrie 4.0. Darüber hinaus wollen jedoch auch Gemeinden und Vertreter der Land- und Forstwirtschaft durch lokale und regionale Funknetze die Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum verbessern. Diese Frequenzen sollen nicht versteigert, sondern auf Antrag zugeteilt werden. Hier ist laut Netzagentur vorgesehen, den Entwurf eines Antragsverfahrens zeitnah vor der Auktion zur Kommentierung zu stellen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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