Arri bietet für Filmemacher und Programmproduzenten eine Vielzahl an Kameras – wie z.B. die Dokumentarfilmkamera Arri Amira – für die verschiedensten Produktionsaufgaben an.
Die Arri-Gruppe mit Hauptsitz in München ist einer der weltweit größten Hersteller und Verleiher von Filmkameras, Produkten für die digitale Filmbearbeitung sowie die Beleuchtung. In Anerkennung seiner Produkte erhielt das über 90 Jahre alte Unternehmen bislang 18 Auszeichnungen von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences – darunter zahlreiche Statuetten und Technik-Oscars.
Das Unternehmen ist in Deutschland an mehreren Produktions- und Entwicklungsstandorten vertreten und besitzt Niederlassungen in der ganzen Welt. Videokonferenzen erschienen vor diesem Hintergrund als eine optimale Möglichkeit zum Austausch unter den Mitarbeitern. „Telefonate bieten einfach nicht die Möglichkeit, feine Details in der Kommunikation zu übermitteln“, erklärt Florian Werbinek von der Abteilung IT-Services bei Arri. „Wir sprechen außerdem relativ häufig über Produkte und Entwicklungen, die visuell präsentiert werden müssen. Eine reine Tonverbindung ist in solchen Fällen eher hinderlich.“ Auch Messenger mit integrierter Videokommunikation stellten für das Anwenderunternehmen keine Alternative dar. Mit den geschulten Augen eines Kameraherstellers nahm man verschiedene Systeme und Ansätze unter die Lupe. „Wir haben uns Skype und weitere Programme angeguckt und waren mit der Bild- aber auch Tonqualität nicht zufrieden“, so Werbinek. „Dem Vergleich mit einer speziellen Videokonferenzlösung halten diese einfach nicht stand.“ Außerdem sollte die Kommunikation bezüglich neuer Entwicklungen über das sichere, eigene Netzwerk laufen – eine Anforderung, die Messaging-Dienste nicht erfüllen können. Nicht zuletzt können solche Angebote auch bei Konferenzen mit vielen Personen nicht mit einer dedizierten Lösung konkurrieren. Und da bei dem Filmspezialisten viele Mitarbeiter häufig nur einen Mobilzugriff haben, sollte die Lösung vor allem in diesem Bereich überzeugen. Eine hohe Bildqualität selbst bei niedrigen Datenraten war ein weiterer wichtiger Punkt auf der Anforderungsliste.
Für die Produkte des Anbieters Lifesize sprach neben der hohen Bild- und Sprachqualität auch die einfache Bedienung. Das galt für die stationären Geräte für Konferenzräume, die Clients für Laptop und Desktop sowie die Mobil-Apps gleichermaßen. Dabei ist die Software Clearsea des Anbieters in den verschiedenen Appstores kostenlos zu finden.
Für die IT-Abteilung gestaltete sich die Implementierung der Serverkomponente des Konferenzsystems einfach. „Ein wenig Netzwerkfachwissen kann nicht schaden, aber für einen normalen IT-Administrator hält sich der Aufwand in engen Grenzen“, so Werbinek. Das Werkzeug für die IT-Abteilung heißt „UVC Manager“ und dient als Schaltzentrale für die komplette weltweite Installation der einzelnen Komponenten. Dabei lassen sich Zeitpläne, Konfigurationen und Upgrades weitgehend automatisch verwalten und ausführen. Zudem werden die Verantwortlichen jederzeit über E-Mail-Warnungen und grafische Berichte auf dem Laufenden gehalten.
Heute setzt der Filmspezialist auf eine Kombination aus Raumsystemen und mobilen Anwendungen. Da die Lizenzierung von Lifesize sich allein an der Zahl der zugleich geführten Gespräche orientiert, wird die Software auf Mobilgeräten und Laptops immer mehr auch von externen Partnern genutzt. „Die Mitarbeiter verschicken einen Link, alles weitere läuft mehr oder weniger automatisch und die Videokonferenz kann zum gewünschten Termin starten“, berichtet Werbinek. Die mobilen Clients greifen dann auf die Arri-Server zu, auf denen die Konferenzlösung installiert ist. Es ist nicht nötig, spezielle Benutzerkonten für Mobilnutzer einzurichten. Mithilfe der mobilen App lassen sich zugleich PDF-Dateien oder Präsentationen übermitteln.
Beim Raumsystem entschied man sich für die IP-basierte Videokommunikationslösung „Room 220“, die in 22 Konferenzräumen an 13 Standorten in München, Berlin, London, Sydney, Wien sowie in mehreren Niederlassungen in den USA und Kanada zum Einsatz kommt. Die Software „UVC Multipoint“ bildet dabei die Verbindung zwischen dem fest installierten System und den mobilen Clients.
Die Kommunikation per Video über Mobilgeräte hat sich bei Arri inzwischen zu einem festen Verfahren entwickelt. Besonders einer der Vorstände hat die Möglichkeiten dieser Kommunikationsform zu schätzen gelernt. Von WLAN-Hotspots in der ganzen Welt aus hält er in Bild und Ton den Kontakt zu Mitarbeitern und Partnern. „Zur Not funktioniert die Kommunikation auch über ein 3G-Netz. Die Videoqualität sinkt aber der Ton ist immer noch erstklassig“, berichtet Werbinek.
Über Arri
Geschäftsfeld: Hersteller und Lieferant von professionellen Kameras, digitalen Postproduction-Systemen sowie Licht-Equipment
Gründung: 1917 in München
Mitarbeiter: 1.200 weltweit
Filme: Die Kameras werden in zahlreichen Hollywood-Produktionen eingesetzt, beispielsweise in „Drive“ ( 2011) oder „Argo“ ( 2012).
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