Weihnachten kommt

Viele Online-Shops sind nicht fit fürs Weihnachtsgeschäft

Eine neue Studie zeigt alarmierende Ergebnisse: 85 Prozent der mobilen und 67 Prozent der Desktop-Websites scheitern an den Google-Standards für ein positives Nutzererlebnis.

Weihnachten: Hochbetrieb im Online-Shop

Eine neue Studie offenbart, dass ein Großteil der globalen Einzelhandelswebsites die Google-Standards für ein positives Nutzererlebnis nicht erfüllt. Von 61 analysierten Websites scheitern 85 Prozent der mobilen und 67 Prozent der Desktop-Seiten an den Anforderungen. Besonders betroffen ist die neue Google-Metrik Interaction to Next Paint (INP), bei der 69 Prozent der mobilen und 32 Prozent der Desktop-Websites außerhalb der empfohlenen Werte liegen.

Die Untersuchung basiert auf Daten aus dem Chrome User Experience (CrUX)-Datensatz von Google und bewertet die Websites anhand der Core Web Vitals. Diese umfassen Kennzahlen wie Largest Contentful Paint (LCP), INP und Cumulative Layout Shift. Die Ergebnisse zeigen deutliche Defizite in der digitalen Leistungsfähigkeit der untersuchten Websites.

Kundenerlebnis ist entscheidend

Die Studie zeigt, dass nur 15 Prozent der mobilen und 35 Prozent der Desktop-Websites für die Haupteinkaufssaison gerüstet sind. Angesichts eines prognostizierten Gesamtumsatzes von 121,4 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft ist dies für viele Einzelhändler alarmierend. Zudem prognostiziert eBay, dass die Deutschen gleich viel oder mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben werden als im Vorjahr.

Der Technologiesektor schneidet am besten ab: 19 Prozent der mobilen und 44 Prozent der Desktop-Websites erfüllen die Google-Standards. Der Reisesektor ist am stärksten betroffen, da nur 6 Prozent der mobilen und 18 Prozent der Desktop-Websites die Anforderungen erfüllen. Bob Wambach, VP Product Portfolio bei Dynatrace, betont die Bedeutung dieser Ergebnisse für den Einzelhandel, insbesondere im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. In dieser umsatzstarken Phase ist ein nahtloses und personalisiertes Kundenerlebnis entscheidend. Doch vielen Einzelhändlern gelingt dies nicht, was ihre Umsatzchancen beeinträchtigt.

Customer Journey analysieren

Wambach unterstreicht, dass Einzelhändler datengesteuerter vorgehen und ihre Websites optimieren müssen. Der Einsatz von KI zur Analyse der Customer Journey und des Käuferverhaltens kann helfen, Strategien kontinuierlich anzupassen. Eine Observability-Plattform ermöglicht es, die gesamte Customer Journey im Kontext der Geschäftsdaten zu sehen und Reibungspunkte zu identifizieren, die zum Abbruch des Kaufvorgangs führen.

Durch die detaillierte Betrachtung des gesamten Kaufprozesses können Einzelhändler die Gründe für Kaufabbrüche erkennen. Schwierigkeiten bei der Navigation, unterschiedliche Reaktionen mobiler Nutzer oder problematische Zahlungsoptionen können zu Umsatzeinbußen führen. Detaillierte Einblicke ermöglichen es, eine proaktive und präzise digitale Erfahrung zu bieten, um Verkäufe erfolgreich abzuschließen.

Bild: master1305

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