Fokus auf M-Pesa

Vodafone bekommt bei Digitalwährung Libra kalte Füße

Auch der Telekommunikationsriese Vodafone ist bei der von Facebook entwickelten Digitalwährung Libra ausgestiegen.

Libra soll 2021 freigegeben werden. ((Bildquelle: Kay Nietfeld/dpa))

Facebook will die von ihr vorgestellte globalen Digitalwährung Libra im kommenden Jahr für Verbraucher freigeben. ((Bildquelle: Kay Nietfeld/dpa))

Man wolle sich stattdessen auf das Geldüberweisungssystem M-Pesa konzentrieren, erklärte ein Sprecher. Das von Vodafone mitgegründete M-Pesa ist vor allem in Afrika stark. Zugleich sei eine erneute Zusammenarbeit zum späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen.

Die Libra-Assoziation, die die Digitalwährung verwaltet, war im Oktober an den Start gegangen. Davor stiegen globale Finanzdienstleister wie Mastercard, Visa und Paypal sowie die Handelsplattform Ebay und die Online-Reisefirma Booking Holdings aus dem Kreis der Partner aus. Weiterhin an Bord sind noch bekannte Unternehmen wie der Musikstreaming-Marktführer Spotify und die Fahrdienstvermittler Uber und Lyft.

Facebook will Libra laut bisherigen Ankündigungen im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen und geht davon aus, dass die Digitalwährung zunächst vor allem für grenzübergreifende Überweisungen genutzt wird. Die Idee stößt bei Politikern und Zentralbanken zum Teil auf heftigen Widerstand. Libra soll eins zu eins mit einem Korb stabiler Währungen und Staatsanleihen abgesichert werden. Facebook weist Bedenken zurück, wonach die Digitalwährung in die Hoheit von Notenbanken eingreifen könnte.

dpa/ls

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