André Schindler gründete beim Unternehmen die EMEA-Niederlassung in Berlin und baute sowohl den Vertrieb als auch den Service in Europa auf.
MOB: Herr Schindler, welches Arbeitsplatzmodell wird von Arbeitnehmern derzeit am meisten bevorzugt?
Schindler: Hybride Arbeitsmodelle liegen derzeit bei Arbeitnehmern im Trend. Die Mehrheit möchte sowohl im Büro als auch von Zuhause aus arbeiten, um so z.B. ihr Arbeits- und Privatleben besser miteinander zu vereinbaren und die Vorteile beider Arbeitsorte flexibel nutzen zu können. Zudem sagt fast die Hälfte der Arbeitnehmer, dass sie bei der Remote-Arbeit produktiver sind als im Büro. Allerdings gaben auch knapp zwei Fünftel der Befragten an, dass sie dabei mehr Stunden arbeiten als im Büro – mit Blick auf die Work-Life-Balance ist es also ein zweischneidiges Schwert. Es gibt zwar weiterhin Arbeitnehmer, die das traditionelle Modell der 5-Tage-Woche im Büro bevorzugen, doch diese sind laut unserer Befragung mit weniger als zehn Prozent die klare Minderheit.
MOB: Inwieweit haben Unternehmen in den letzten Monaten in neue Hardware, Software und Sicherheitsmaßnahmen investiert, um Remote- und Hybrid-Mitarbeiter zu unterstützen?
Schindler: Die gute Nachricht ist, dass 91 Prozent der Unternehmen Strategien ergriffen haben, um hybride oder Remote-Arbeit erfolgreicher zu gestalten. Dabei variieren die Maßnahmen: In neue Cybersicherheitsvorkehrungen, Hard- und/oder Software haben z.B. je ein Drittel der Befragten investiert. Darüber hinaus hat ein Fünftel der Unternehmen abteilungsübergreifende Gremien gebildet, die über die Regelungen von hybrider Fernarbeit beraten. Um langfristig erfolgreich hybride Arbeit zu gewährleisten, sind sowohl Investitionen in die Infrastruktur als auch die Planung des Arbeitsalltags nötig.
MOB: Inwieweit haben Remote-Worker ihre System-Updates am Arbeitsrechner und Diensthandy im Blick? Inwieweit wird diese Aufgabe zentral von der IT-Abteilung übernommen?
Schindler: Gerade wenn eine IT-Abteilung nicht in physischer Reichweite ist, ist eine Infrastruktur zur Verwaltung von System-Updates für die Endgeräte essentiell, sowohl um die remote-arbeitenden Kollegen zu entlasten als auch um die Sicherheit der Firmengeräte auf dem neuesten Stand zu halten. Im Idealfall würde diese Aufgabe bei der Unternehmens-IT liegen. Doch nur bei 55 Prozent der befragten Unternehmen ist dies der Fall. Der Rest teilt sich zu gleichen Teilen wie folgt auf: Bei einer Gruppe übernehmen die Abteilungsleitungen die Rolle der IT-Verantwortlichen für ihre Abteilung, eine weitere Gruppe besteht aus Mitarbeitern, welche auf sich gestellt sind, und bei der dritten Gruppe ist die Zuständigkeit nicht ganz klar. Gerade letzteres ist besonders problematisch für die IT-Sicherheit und -Organisation.
MOB: Was sind häufige Stolpersteine bei der zentralen und automatisierten Verwaltung mobiler Endgeräte extern arbeitender Mitarbeiter?
Schindler: Ein Beispiel, über das wir bereits sprachen, ist die Unklarheit darüber, wer für Geräte-Updates verantwortlich ist. Ein weiteres Sicherheitsrisiko bei der Fernverwaltung ist die sogenannte „Schatten-IT“, also die eigenständige Verwendung nicht genehmigter Software und/oder Kommunikationskanäle. Hier besteht bei einem Viertel der Befragten Nachholbedarf. Darüber hinaus bleiben regelmäßige vorgeschriebene Sicherheitsschulungen bei jedem Arbeitsmodell, ob traditionell, remote oder hybrid, ein Muss – das laut Befragung immer noch Nachholbedarf vorweist.
Dies ist ein Artikel aus unserer Online-Ausgabe 11-12/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo der Print-Ausgabe.
MOB: Was sind die wichtigsten Punkte einer Mobile-Device-Management-Strategie (MDM)?
Schindler: Für die Verwaltung mobiler Endgeräte im Rahmen einer MDM-Strategie gibt es verschiedene Ansätze. Einige setzen z.B. auf eine einheitliche Flotte an Firmenhandys, andere auf die Flexibilität von Bring-your-own-Device-Rahmenwerken (BYOD). In jedem Fall bleiben die Punkte, die es zu beachten gilt, gleich:
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