Virtual Reality in der Praxis

VR-Brille erweckt Dinosaurier im Museum

Im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt kommt ein ausgewachsener Langhalssaurier den Besuchern jetzt richtig nah. Der Dinosaurier erwacht mittels Virtual-Reality-Technik zum Leben.

  • Dinosaurier Virtual Reality

    Vom Balkon im ersten Stock blickt der Besucher in Zukunft auf die virtuelle Welt. Bild: Alexander Oster

  • Diplodocus longus

    Mit der Video Brille erwacht der Diplodocus longus zum Leben und um ihn herum wächst ein Urwald. Bild: Alexander Oster

  • Urzeit-Dschungel

    Urzeit-Dschungel im Museum Bild: Alexander Oster

  • Sauriersaal

    Der Sauriersaal, wie ihn die Besucherinnen und Besucher kennen. Foto: Alexander Oster

Virtual Reality erlaubt es den Besuchern des Senckenberg Naturmuseums virtuell in die Vergangenheit zu reisen und sich Dinosaurier anzusehen, als würden sie lebendig im Museum stehen. In wenigen Augenblicken verwandelt sich der Dinosauriersaal in einen Urwald, den Flugsaurier durchsegeln und in dem ein Diplodocus longus neugierig umherstapft. Entwickelt und realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem Fachbereich Zeitbasierte Medien der Hochschule Mainz - University of Applied Sciences.

Realisiert hat die Anwendung Alexander Oster, gemeinsam mit seinem betreuenden Professor Michael Orthwein im Rahmen seiner Masterarbeit an der Hochschule Mainz - University of Applied Sciences im Fachbereich Zeitbasierte Medien. Bereits im April 2015 begann die Planung, im September nahm Oster Kontakt mit dem Museum auf.

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„Ich war sofort begeistert. Es ist eine tolle Ergänzung, die wir zu unseren Originalen anbieten können. Uns ist die wissenschaftlich möglichst korrekte Wiedergabe wichtig, zum Beispiel was die Fortbewegung und den Körperbau des Dinosauriers angeht. Das haben wir zusammen mit der Hochschule so gut wie möglich umgesetzt und das Ergebnis kann sich sehen lassen!“ freut sich Dr. Bernd Herkner, der Leiter der Abteilung Museum.

Ab dem 16. Dezember steht die Urzeit-Brille im Museum zur Verfügung. Ein kleiner Obolus kostet die Nutzung, um das aufwändige Projekt zu refinanzieren.

Als Vorgeschmack auf die dauerhafte virtuelle Anwendung präsentiert der namhafte Spielehersteller Crytek das Virtual-Reality-Spiel „Back to Dinosaur Island“ für vier Wochen im Museum. Vom 11. November bis 11. Dezember können Besucherinnen und Besucher virtuell in die Haut eines kleinen Dinos schlüpfen, der gerade aus dem Ei gekrochen ist und einige Abenteuer bestehen muss.

Crytek ist eines der größten deutschen Unternehmen der Computerspiele-Branche, mit Hauptsitz in Frankfurt. Das Studio ist besonders für die Entwicklung einer eigenen 3D-Spiele-Engine bekannt.

„Bei diesem Spiel zeigt sich, was technisch im Virtual-Reality-Sektor alles möglich ist“, sagt Museumsleiter Herkner. Durch die Aufhebung des Bildschirmrandes wird das Gesehene von unserem Gehirn als Erlebtes wahrgenommen. "Deswegen ist diese Technologie gerade für uns als Museum spannend. In Sekundenschnelle können wir den Besucher gefahrlos in einen anderen Raum und eine andere Zeit katapultieren. Dennoch soll diese Technologie das Original nicht ersetzen, sie kann es aber auf eine spannende und äußerst lebendige Art ergänzen“, fährt Herkner fort.

Der Hintergrund der Demo „Back to Dinosaur Island“, die bereits im April letzten Jahres veröffentlicht wurde, ist die Entwicklung des Spiels „Robinson: The Journey“, ein VR-Action-Abenteuer, das für Playstation VR im Handel erhältlich ist.

http://www.senckenberg.de/

Bildquelle: Alexander Oster

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