Elektroladestation auf dem Supermarktparkplatz

Während des Einkaufs „tanken“

Aldi Süd ermöglicht es Kunden, in rund 50 Filialen bundesweit, während ihres Einkaufs ihr Elektrofahrzeug – Elektroauto, E-Roller oder Pedelec – aufzuladen. Im Interview berichtet Florian Kempf, Leiter Energiemanagement bei Aldi Süd, wie es zu dieser Idee gekommen ist.

  • Dank der Kooperation mit RWE bei der Entwicklung der Schnellladesäulen, können innerhalb von 30 Minuten Strom für rund 80 Kilometer Reichweite getankt werden.

  • Florian Kempf, Leiter Energiemanagement bei Aldi Süd, berichtet über die neuen Elektroladestationen auf den Parkplätzen des Discounters.

Herr Kempf, Sie bieten Ihren Kunden seit kurzem den kostenlosen Service einer Elektroladestation an, was hat Sie zu dieser Entscheidung getrieben?
Florian Kempf:
Bei Aldi Süd beschäftigen wir uns schon seit Jahren damit, regenerative Energien zur Stromgewinnung einzusetzen. An aktuell rund 850 unserer Standorte erzeugen wir über Fotovoltaikanlagen auf den Filialdächern Solarstrom und wir sind damit schon jetzt einer der größten Betreiber in Deutschland. Rund 80 Prozent der gewonnenen Energie nutzen wir selbst. Mit dem Rest möchten wir einen Beitrag zur Energiewende leisten. Das Angebot von Elektrotankstellen auf den Filialparkplätzen war daher für uns eine logische Schlussfolgerung.

Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen mit diesem Angebot? Haben Sie Rückmeldungen von Kunden erhalten?
Kempf:
Die Rückmeldungen haben unsere Erwartungen tatsächlich übertroffen. Schon bei den Eröffnungsveranstaltungen haben sich viele Besitzer von Elektrofahrzeugen spontan vor Ort eingefunden und haben uns gesagt, wie klasse sie es finden, dass wir den Strom nicht nur kostenlos und ohne Registrierung anbieten, sondern eben auch alle gängigen Steckersysteme. Sprich: Bei uns kann jeder Fahrer eines Elektroautos vorbeikommen und muss sich nicht sorgen, dass sein Auto nicht zum System passt. Wir sehen auch, dass sich die Nutzer in den sozialen Netzwerken intensiv zu unseren Elektrotankstellen austauschen. Der Daumen ist hier immer oben. Das freut uns natürlich sehr.

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie viele Ihrer Kunden mit einem Elektrofahrzeug unterwegs sind und Ihren Service in Anspruch nehmen?
Kempf:
In Deutschland sind aktuell rund 25.000 Elektrofahrzeuge registriert. Angesichts dieser noch geringen Zahl sind wir mit den bisherigen Nutzerzahlen von rund zwei Ladevorgängen pro Tag äußerst zufrieden – vor allem, wenn man bedenkt, dass die neuen Ladesäulen erst seit Mitte des Jahres eröffnet sind. Wir sind überzeugt: Wenn es in Zukunft mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen gibt, wird sich unser Angebot weiter durchsetzen. Wer weiß, vielleicht gehört es ja irgendwann zum Lebensmitteleinkauf dazu, sein Elektrofahrzeug nebenbei umsonst aufzutanken.

In 30 Minuten Strom für rund 80 Kilometer Reichweite tanken, wie funktioniert das?
Kempf:
Es war uns wichtig, dass Elektroautos innerhalb kurzer Zeit, beispielsweise während eines Einkaufs, vollständig aufgeladen werden können. Darum haben wir zusammen mit unserem Technologiepartner RWE diese Schnellladesäulen mit einer Anschlussleistung von 22 kW entwickelt. Der Nutzer schließt sein Elektrofahrzeug während der Betriebszeiten einer Filiale an die Ladesäule an und startet den Tankvorgang. Wie gesagt, eine Registrierung ist nicht nötig, der Vorgang ist kostenfrei. Der Service soll für die Nutzer genauso ablaufen, wie sie es auch von ihrem Einkauf bei uns gewohnt sind: einfach, praktisch und verlässlich.


Während des Einkaufs das Elektroauto laden – bei Aldi Süd ist das möglich. Unter www.aldi-sued.de/sonnetanken lassen sich die Standorte der rund 50 Ladestationen finden.


Bildquelle: Aldi Süd

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