Neuer Stern am WLAN-Himmel

Was bringen Mesh-Netze?

Geht es um die Netze der Zukunft, hört man zuletzt immer wieder von sogenannten Mesh-Netzen. Doch was steckt dahinter und für wen lohnt sich die Installation?

Was sind eigentlich Mesh-Netze?

Was sind eigentlich Mesh-Netze?

Die Idee hinter Mesh Wifi ist, dass sich Funknetze aus mehreren Access Points selbst konfigurieren und aufbauen. „Dabei fungiert einer der Access Points als Master, der, wie üblich, beispielsweise über einen DSL-Anschluss mit dem Internet verbunden ist. An diesen sind weitere Access Points per Funk angebunden. So entsteht ein Netz (Mesh) von Access Points, die völlig drahtlos miteinander kommunizieren“, erläutert Jan Buis von Lancom die Technologie. In diesem Zusammenhang funktioniert Mesh Wi-Fi laut Thomas Duda von iPass vergleichbar mit einem Peer-2-Peer-Netzwerk. Allerdings sei es erheblich leistungsfähiger, da jeder Knoten mit jedem kommuniziert und sich immer neue Wege zum Ziel für seine Daten sucht. „Man denke an vernetzte Autos im Verkehrsfluss, wo alle Fahrzeuge miteinander kommunizieren. Die Nutzerdaten fließen über das vorausfahrende KFZ an den Hotspot in der Ampel. Biegt das vordere Auto ab, wird der eigene PKW zum Uplink für den nächsten Hinter- oder Nebenmann. Zugleich ist das Ganze extrem redundant und ausfallsicher“, skizziert Duda ein Beispiel aus der Praxis.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Generell kann Meshing laut Maximilian Pohl von der Mein Hotspot GmbH einerseits zu einer höheren Stabilität des Netzes führen und in offenen Mesh-Netzwerken eine flächendeckende WLAN-Versorgung ermöglichen. Insbesondere für Katastrophengebiete ohne funktionierende Internetinfrastruktur ist Meshing interessant, um die Kommunikation aufrechtzuerhalten. „Wir setzen Meshing meist nur als Backup ein. Wenn es geht, sollte man zum Anschließen von WLAN-Sendern auf das gute alte Netzwerkkabel zurückgreifen, denn das ist noch immer am zuverlässigsten. Ist das Kabel aber einmal defekt, greift das Meshing quasi als Selbstheilung – und das WLAN funktioniert erst mal weiter“, berichtet Pohl aus der eigenen Unternehmenspraxis.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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