Einparkhilfen bilden ein zentrales Element der modernen Fahrzeugautomatisierung.
Ausgereifte Radarsysteme unterstützen zunehmend den Alltag auf den Straßen und erhöhen das Fahrvergnügen. Vor allem in Kombination mit Bildverarbeitungs- und Ultraschallsensoren ermöglichen Radarsysteme eine robustere 360-Grad-Erfassung bei einer Vielzahl unterschiedlicher Bedingungen. Das bedeutet, sie funktionieren sogar unter erschwerten Verhältnissen wie Regen, Nebel und Dunkelheit, bei denen herkömmliche Sensorsysteme weniger zuverlässig sind. Das erleichtert auch das Ein- und Ausparken.
Parkhilfen profitieren von aktuellen Fortschritten im Bereich „Radar“, einschließlich der Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) für die Radarsignalverarbeitung. Diese Technologien erhöhen die Genauigkeit beim Klassifizieren von Objekten in der Fahrzeugumgebung. Begünstigt wird dieser Trend durch die schnelle Entwicklung von Algorithmen zur Mustererkennung sowie durch den Einsatz von flexiblen, zentralisierten Onboard-Computing-Plattformen, wie sie Aptiv anbietet.
Ein Beispiel sind die fahrzeuginternen Bildverarbeitungssysteme zur Unterscheidung von Objekten wie Fahrzeugen, Fußgängern und Hindernissen. Für das Trainieren der Systeme kommt maschinelles Lernen in Verbindung mit Radarsignalen zum Einsatz. Die Bildverarbeitung ist für viele Parkanwendungen nach wie vor unverzichtbar. Denn damit lassen sich Schilder lesen und Fahrbahnmarkierungen erkennen. Die erfassten Daten werden durch Sensorfusion mit den Radardaten zusammengeführt. Dadurch entsteht das bestmögliche Umgebungsbild für das Fahrsystem.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Beim sogenannten Memory Parking etwa erkennt und klassifiziert das System alle stationären Objekte in der Umgebung, sobald der Fahrer an einem bestimmten Ort wiederholt parkt. Anhand dieser Daten wird eine virtuelle Karte erstellt. Bei nachfolgenden Fahrten aggregiert das System die aufgezeichneten Daten, sodass die Karte immer auf dem aktuellen Stand ist.
Einparkhilfen sind nicht mehr nur reiner Komfort, sondern dienen als zentrales Element der modernen Fahrzeugautomatisierung. Sie müssen daher sämtliche Sicherheitsanforderungen an diese Technologie erfüllen. Ihre Funktionen werden sich in Zukunft kontinuierlich weiterentwickeln – von Level 2 zu Level 4 des automatisierten Fahrens und darüber hinaus. Am leistungsfähigsten und kosteneffizientesten werden Parkautomatisierungslösungen sein, die ADAS-Innovationen mit der Leistung eines KI-gestützten Radars kombinieren. Sie ermöglichen damit eine immer größere Autonomie.
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