Einbrecher abschrecken

Weihnachtszeit ist Einbruchszeit: So schützt man sich

Viele Deutsche verbringen die Weihnachtsfeiertage im Kreise ihrer Liebsten oder im Urlaub – die eigene Wohnung wird damit sich selbst überlassen. Das bedeutet Hochkonjunktur für Einbrecher. Doch man kann sie mit ein paar einfachen (technischen) Mitteln abschrecken ...

Um sich gegen solche unerwünschten Gäste zu wehren, setzen viele Experten inzwischen auf Alarmanlagen mit Geräuschanalyse.

Um sich gegen solche unerwünschten Gäste zu wehren, setzen viele Experten inzwischen auf Alarmanlagen mit Geräuschanalyse.

Für Oliver Kahns Familie muss es wohl ein großer Schock gewesen sein: Erst kürzlich stiegen Einbrecher in das Haus des ehemaligen Nationaltorwarts ein – trotz Alarmanlage. Leider ist dies kein Einzelfall. 151.000 Einbrüche verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) im Jahr 2016. „Die Täter gehen meistens nach einem ähnlichen Prinzip vor: Oftmals versuchen sie, die externe Stromzufuhr abzutrennen. Kameras und viele andere elektrische Geräte fallen dadurch aus. Mithilfe sogenannter Störsender unterbrechen die Eindringlinge zusätzlich die Funkdatenübertragung von Alarmanlagen“, erklärt Dirk Bienert, Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der Blockalarm GmbH, das typische Vorgehen von Einbrechern. „Glasbruchmelder und Ähnliches erkennen diese professionellen Kriminellen und suchen sich den am wenigsten abgesicherten Einstieg.“ Um sich gegen solche unerwünschten Gäste zu wehren, setzen viele Experten inzwischen auf Alarmanlagen mit Geräuschanalyse.

Smartes Flutlicht

Aber auch im Außenbereich des Eigenheims lässt sich bereits eine „Sicherheitsbarriere“ errichten – etwa durch die Installation von Sicherheitskameras, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet sind. Die smarten Überwachungskameras von Netatmo können z.B. ungewöhnliche Aktivitäten erkennen und automatisch an den Hausbesitzer melden. Die Außensicherheitskameras unterscheiden dabei zwischen Menschen, Autos und Tieren. Die Kamera analysiert in Echtzeit, ob jemand um das Haus schleicht, ein Auto die Auffahrt entlangfährt oder sich ein Haustier im Hof befindet. Laut Anbieter versteht sie, was sie sieht und informiert Hausbesitzer via Smartphone, wenn etwas im überwachten Bereich entdeckt wurde. Das smarte Flutlicht der Kamera könne manuell in der App eingeschaltet werden oder aber beim Entdecken einer Person, eines Autos, eines Tieres oder in allen drei Fällen heller leuchten. So werden unerwünschte Besucher im Dunkeln ferngehalten.

Anwesenheit simulieren

Dass man die Feiertage nicht zu Hause verbringt, muss der Einbrecher ja nicht wissen: Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich z.B. das Licht in den Räumen ein- und ausschalten. Es gibt zudem Geräte, die Duschgeräusche, Fernsehflimmern oder auch Hundegebell simulieren und damit Einbrecher fernhalten. Fest steht allerdings: „Wenn ein Einbrecher unbedingt in eine Wohnung oder ein Haus eindringen will, dann wird ihm das früher oder später gelingen. Um ihm seine Arbeit aber deutlich zu erschweren, genügen bereits einige kleine Maßnahmen und die Wohnung ist besser geschützt“, so Robert Litwak, Mitgründer und Geschäftsführer der Plusforta GmbH.

6 Tipps zur Abschreckung von Einbrechern

  1. Alles abschließen – keine gekippten Fenster, die Haustür nicht nur ins Schloss fallen lassen
  2. Keine Einstiegshilfen bieten
  3. Mit Licht und Überwachungskameras im Eingangsbereich abschrecken
  4. Den Briefkasten regelmäßig leeren lassen – z.B. von den Nachbarn
  5. Anwesenheit mit Licht, Fernsehflimmern, Duschgeräuschen, Hundegebell und Schuhen vor der Tür simulieren
  6. Keine Urlaubs-Posts in sozialen Netzwerken


Bildquelle: Thinkstock/iStock

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