News der Woche

Wenn Sicherheitslücken lebensgefährlich werden

Die Randnotizen der Woche im Überblick: Fehlende Sicherheit bei medizinischem Zubehör, mehr Sicherheit am Wahlautomaten und ein neuer Supercomputer auf der Weltrangliste.

Ein Arzt justiert eine Insulinpumpe für einen Patienten

Insulinpumpe im Einsatz: Medizinisches Technikzubehör muss eigentlich besonders gegen Cyberattacken geschützt werden – die Praxis sieht anders aus.

Hacker demonstrieren Angriff auf Insulinpumpen

Sicherheitsforscher haben zu Demonstrationszwecken eine App entwickelt, mit der sie auf Insulinpumpen der Firma Medtronic zugreifen können. Wie Wired berichtet, hätten Billy Rios und Jonathan Butts den Hersteller mehrfach auf die Sicherheitslücken hingewiesen, ohne dass nachgebessert wurde. Um die Gefahr zu verdeutlichen, hat das Duo daraufhin einen Sender entwickelt, der sich als Fernbedienung für besagte Insulinpumpen ausgibt und mit dem ahnungslosen Opfern unter gewissen Voraussetzungen Insulin verabreicht bzw. eine Abgabe blockiert werden könnte.

Microsoft entwickelt sichere Wahlautomaten

Der Konzern aus Redmond demonstriert im Rahmen des Aspen Security Forum in Colorado ein digitales Wahlsystem, das mehr Sicherheit als bisherige Lösungen bieten soll. Der sogenannte Election Guard kann von Besuchern der Messe bereits getestet werden. Die Hardware besteht derzeit aus einem Microsoft Surface-Tablet und dem Xbox Adaptive Controller, der speziell für körperlich eingeschränkte Menschen entwickelt wurde. Die Software soll im Laufe des Sommers kostenlos als Open-Source-Code via Github erhältlich sein.

Technische Universität Wien nimmt neuen Supercomputer in Betrieb

Mit dem Vienna Scientific Cluster 4 (VSC-4) wurde an der TU Wien der bisher leistungsfähigste Rechner des Nachbarlandes in Betrieb genommen. Der Supercomputer von Lenovo konnte bei einem Benchmark-Test eine Leistung von 2,7 Petaflops erreichen und klettert damit auf Platz 82 der Weltrangliste. Wie „Der Standard” berichtet, soll der Großrechner Kosten von rund acht Millionen Euro verursacht haben, an denen sich allerdings weitere Universitäten aus Österreich beteiligt hätten.

Uber bietet neue Dienste in Hamburg und Berlin an

Der Fahrdienstleister baut sein Angebot aus und bietet ab sofort UberX in Hamburg und UberXL in Berlin an. Bei UberX handelt es sich um einen an die hiesigen Bestimmungen angepassten Dienst, bei dem die Beförderung über einen Mietwagenfahrer samt Personenbeförderungsschein handelt. Uber garantiert, dass der Fahrpreis bereits im Vorfeld über die App abgerufen werden kann und sich auch durch Staus oder andere Behinderungen nicht ändern soll. UberXL funktioniert nach dem gleichen Prinzip, zielt aber auf Gruppentransporte ab.

Amazon plant großen Personalausbau in Deutschland

Der Online-Händler will eigenen Angaben zu Folge noch in diesem Jahr bis zu 2.800 neue Stellen schaffen. Damit wachse die Zahl der Beschäftigten an den 35 Standorten in Deutschland auf über 20.000 Mitarbeiter. Gesucht werden sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene Fach- und Führungskräfte wie Softwareentwickler, Sprachwissenschaftler, Logistikexperten, Personal- und IT-Spezialisten. Amazon steht als Arbeitgeber immer wieder in der Kritik. Auch während des sogenannten „Prime Day” am 15. Und 16. Juli gingen Mitarbeiter an sieben deutschen Amazon-Standorten in den Streik und forderten Tariflöhne.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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