Apple stellt neuen iPod touch vor

Wer braucht eigentlich einen iPod?

Apple hat den iPod touch überarbeitet: Aber wer ist eigentlich die Zielgruppe?

Apple hat seine iPods runderneuert: neue Farben für alle iPod-Modelle, eine 8-Megapixel-Kamera, ein A8-Chip für bessere Grafikleistung und zum Fitnesstracking den M8 Motion Coprozessor - das sind die wichtigsten Neuerungen. Der neue iPod touch kostet 229 Euro / 16GB-Modell, 279 Euro / 32GB-Modell und 339 Euro / 64GB-Modell. Neu: das 128GB-Modell für 449 Euro.

Soweit so gut, das Update war nötig, auch wenn man sich zusätzlich ein neues Display gewünscht hätte. Aber warum pflegt Apple eigentlich weiterhin die iPods?

Wo liegt die Nische für den iPod in Zeiten von iPad und iPhone?

Nun, da ist zum einen der Preis: für 229 Euro bekommt man längst kein iPhone 6, auch das iPhone 5 ist mindestens noch 100 Euro entfernt. Wer also stets im W-LAN ist und keine "normale" Telefonie-Funktion braucht, findet hier einen vernünftigen Einstiegspreis in das Apple-Universum - das Adjektiv günstig gibt es dort nicht. Der iPod ist im WLAN ein fast vollwertiges Kommunikationstool: Dass vermehrt über Messenger kommuniziert und nun auch telefoniert wird, macht ihn  attraktiver.

Dann ist da die Größe: nur 4-Zoll. Das ist eine wichtiges Argument für den iPod, denn es macht ihn handlich - für Kinderhände und für Jogginghosen.

In Kombination mit dem geringeren Preis geben Eltern eher einen kleinen iPod nach hinten auf die Rückbank in die matschigen Kekshände als das eigene iPhone. Denn das ist groß und richtig teuer. Und vielleicht auch mit Geschäftsdaten und Kontakten beladen.

Handlichkeit und geringerer Preis machen den iPod für Sport und Outdoor-Aktivitäten interessant. Man hat zwar schon Jogger mit iPad unterm Arm gesehen - aber die Mehrheit will für Fitnessstudio und Jogging ein handliches, möglichst kleines Gerät. Deswegen gibt es auch immer noch den iPod shuffle und nano.

Zudem hört man häufig, dass beim Sport oder am Strand (denn auch für Reisen eignet sich der iPod dank deutlich verbesserter Kamera nun) ein weniger exponiertes Apple-Modell bevorzugt wird: der Verlust eines iPods schmerzt weniger als das Abhandenkommen eines iPhones.

Außerdem bietet der iPod eine Möglichkeit für Benutzer von Android- oder Windows-Smartphones bestimmte iOS-Apps und Services zu nutzen. Dazu gehört auch der neue Streaming-Service Apple Music. Das Timing der iPod-Überholung passt gut zum neuen Musikdienst (übrigens auch, dass die Apple-Music-Android-App erst im Herbst erscheint) und Apple verknüpft diese Kombination auch bewusst in den PR-Meldungen.

Der iPod hat also nach wie vor seine Zielgruppen in den Nischen Musik, Sport und Kinderbetreuung.

 

 

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