Facebook-Datenabgleich verhindern

WhatsApp richtig einstellen

Datenschützer bezweifeln die rechtliche Grundlage des Datenaustauschs zwischen WhatsApp und Facebook. Mit diesen Einstellungen lässt sich der Austausch verhindern.

WhatsApp gehört seit 2014 Facebook. Immerhin zwei Jahre hat man gewartet, bis man kommuniziert, dass nun offiziell die Telefonnummer des WhatsApp-Nutzers sowie Informationen dazu, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, an Facebook weitergegeben wird.

Die Weitergabe der Nummer lässt sich nicht verhindern, aber die Nutzung der Daten lässt sich zumindest einschränken:

  • Die neuen Nutzungsbedingungen nicht akzeptieren. Statt einfach auf „Zustimmen“, die vermeintlich einzige Auswahlmöglichkeit, zu klicken, „Lies mehr“ darunter anwählen. Es öffnet sich ein Kasten: „Werbung und Produkte auf Facebook zu verbessern“ kann dort untersagt werden.
  • Hat man die Nutzungsbedingungen akzeptiert, kann man innerhalb von 30 Tagen unter „Einstellungen - Account“ den Menüpunkt „Meine Account-Info teilen“ deaktivieren.

Mit dem Abgleich der Telefonnummer solle unter anderem relevantere Werbung bei Facebook angezeigt werden, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Auch die Freunde-Suche solle so verbessert werden. Von dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar kam scharfe Kritik an den Änderungen.

Datenschützer Caspar kündigte eine Prüfung der Pläne an: «Jenseits der wenig klaren und in sich intransparenten Datenschutzhinweise wird zu untersuchen sein, in welcher Weise der Datenaustausch stattfindet und ob es hierfür eine rechtliche Grundlage gibt.» Das Teilen der Informationen von Nutzerkonten zwischen Facebook und WhatsApp ohne Einwilligung der Nutzer sei nach europäischen und nationalen datenschutzrechtlichen Standards massiv in Frage zu stellen. «Allein das Wissen über die gespeicherten Telefonnummern der Nutzer eröffnet Perspektiven, für die jeder Geheimdienst dankbar wäre.» Der Schritt markiere den Einstieg von WhatsApp in die Kapitalisierung von Daten und werde dazu führen, «dass Facebook noch mehr über seine Nutzer weiß als zuvor», warnte Caspar.

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