Projekt „Facehaptics“

Wie eine Hochschule das VR-Erlebnis optimieren will

Die Spieleindustrie entwickelte in den vergangenen Jahren sogenannte immersive Spielewelten, die auf virtueller Realität (VR) basieren weiter. Während audiovisuelle VR-Systeme sich dabei auf Bild- und Tonwiedergabe beschränken, arbeitet das Forschungsprojekt „Facehaptics“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) daran, haptische Elemente zu integrieren.

Versuchsanordnung im Projekt „Facehaptics“

Versuchsanordnung im Projekt „Facehaptics“: mit haptischen Reizen das Erleben virtueller Realität steigern.

So sollen etwa sanfte Berührungen im Gesicht nachgestellt werden, um das VR-Erlebnis zu intensivieren. Das Modul von Facehaptics basiert auf einer handelsüblichen VR-Brille, sogenannten HMDs (Head-Mounted-Virtual-Reality-Displays), und wird durch einen vom Forscherteam um Ernst Kruijff, Professor für Human Computer Interaction am Institut für Visual Computing der H-BRS, selbst entworfenen Roboterarm ergänzt. Dieser kann wiederum mit Instrumenten (Aktuatoren) wie Ventilatoren, Heizspulen oder unterschiedlichen Texturen ausgestattet werden und ist so in der Lage, Ereignisse innerhalb einer virtuellen Umgebung nicht nur sicht- und hörbar, sondern auch fühlbar nachzuahmen. Das Neuartige des Systems ist seine Modularität, Flexibilität und Direktionalität – der Roboterarm kann einfach mit anderen Aktuatoren ausgestattet werden, um andere Stimuli an den Nutzer weiterzugeben und zwar aus verschiedenen, frei wählbaren Richtungen. Zudem hat das System eine viel größere Reichweite als im HMD eingebaute Aktuatoren, heißt es – somit könne eine größere Fläche des Gesichts mit haptischen Reizen erreicht werden.

Bildquelle: H-BRS/IVC

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