Video-On-Demand- und Live-Streaming-Dienste im Sportumfeld

Wie Sportvereine Fans binden

Warum Video-On-Demand- und Live-Streaming-Dienste sich gerade im Sportumfeld als wichtiges Mittel erweisen, um die Fanbindung aufzubauen und zu pflegen, berichtet Holger Schöpper, Regional Director CEU beim Videoplattformanbieter Ooyala.

Holger Schöpper, Ooyala

„Die meisten mobilen Geräte unterstützen die Industrieprotokolle für Live- und VOD-Wiedergabe“, weiß Holger Schöpper, Regional Director CEU bei Ooyala.

Herr Schöpper, welche digitalen Maßnahmen ergreifen Sportvereine für ihre Fanbindung?
Holger Schöpper:
Was die Fanbindung betrifft, müssen Sportvereine kreativ werden. In den meisten Fällen haben sie nicht die Rechte, um offizielle Spiele live zu senden. Neben naheliegenden Interaktionsmöglichkeiten mit Fans auf sozialen Plattformen gibt es besonders bei Videos Möglichkeiten für Material abseits des Spiels. Dazu gehören beispielsweise Interviews vor oder nach der Partie, Highlights, Spielerprofile oder anderer mannschaftsspezifischer Content. Diese Inhalte können sowohl auf den eigenen oder bespielten Kanälen als auch auf Social-Media-Plattformen verbreitet werden.

Welche Rolle spielen Video-On-Demand- (VOD) und Live-Streaming-Dienste im Sportumfeld?
Schöpper:
VOD und Live-Streaming er­weisen sich gerade im Sport als die wichtigsten Mittel, um ­Fanbindung aufzubauen und zu pflegen. Schließlich wollen Fans ihren Sport und die Athleten in Aktion sehen. Bei VOD-Inhalten ist die Verweildauer daher oft länger. Um die Fanbasis zu vergrößern, bietet hingegen Live-Streaming gute Möglichkeiten. Vor allem Facebook Live ist ein wirkungsvoller Weg, um schnell Millionen Nutzer zu erreichen. So können Content-Anbieter ihre Live-Feeds schnell und nahtlos auf Facebook bringen, indem diese ihr eigenes offizielles Sendeequipment nutzen. Auch andere Plattformen wie Twitter mit der Unterstützung von VOD und Live-Inhalten oder Snapchat, das ein großes Wachstum im Bereich „Video“ vorweisen kann, zeigen Möglichkeiten, um die Fanbasis zu ver­größern.

Inwieweit kommen hier mobile Endgeräte zum Einsatz?
Schöpper:
Unser neuer HTML5-first-Video-Player unterstützt die Wiedergabe auf allen mobilen Geräten. Unsere Kunden müssen sich also keine Sorgen machen, dass ihre Inhalte mobile Zuschauer nicht erreichen. Da unser letzter „Video Index Report“ ergeben hat, dass bereits 50 Prozent aller Videowiedergaben auf mobilen Geräten erfolgen, verstehen wir, wie wichtig es ist, mobile Zuschauer zu erreichen.

Was sind noch häufig technische Stolpersteine?
Schöpper:
Technisch gesehen gibt es keine großen Hürden, um Live- oder VOD-Inhalte anzubieten. Wichtig für die Sportvereine ist Zuverlässigkeit bei den Plattformen, um ihren Zuschauern Inhalt nach Maß zu liefern.

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Welche Voraussetzungen muss ein mobiles Endgerät erfüllen, damit man auf VOD-/Live-Streaming-Dienste zurückgreifen kann?
Schöpper:
Die meisten mobilen Geräte, die heute auf dem Markt sind, unterstützen die Industrieprotokolle für Live- und VOD-Wiedergabe. Damit liegt es also an den Content-Providern, die beste Nutzererfahrung zu bieten.

Mit welchen Gebühren müssen Mobilnutzer beim Live-Streaming rechnen? Ist dies ortsabhängig?
Schöpper:
Welche Kosten auf die Nutzer zukommen, hängt davon ab, welches Geschäftsmodell die Anbieter der Sportinhalte wählen. Zur Auswahl stehen hier Abo-, Transaktions- oder werbefinanzierte Modelle. Strategien, die auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Snapchat zurückgreifen, sind natürlich kostenfrei.

Inwiefern können Anbieter durch mobile Streaming-Dienste das Verhalten und die Vorlieben der Zuschauer analysieren?
Schöpper:
Unsere Analytics-Lösung bietet Kunden beispielsweise einen Einblick zur Performance von Inhalten je nach Gerät und Betriebssystem. Außerdem zeigt sie, wie lange und von wo aus geschaut wird und sogar die Abbruchquoten. Sie kann auch die Zuschauerbindung auf internetverbundenen Geräten wie Roku, Apple TV oder Chromecast nachvollziehen. Dabei ist es egal, ob die Kunden ihre Videos mit unserer Lösung betreiben: Ooyala IQ ist auch als Standalone-Analytics-Lösung verfügbar, sodass jeder Content-Anbieter Nutzerverhalten und -vorlieben analysieren kann.

Wie ist es hier um die Datensicherheit bestellt?
Schöpper:
Sofern es sich um S-VOD handelt, werden die persönlichen Daten im Authentifizierungssystem des Videoanbieters gehalten. Die Nutzungsdaten werden wie beschrieben erfasst und ohne persönliche Identifizierungsmerkmale analysiert und für Verbesserungen des Angebotes genutzt. Der Inhalte-Anbieter und wir haben dabei volle Kon-trolle über die Daten. Weder der Mobile-Provider noch irgendeine andere Partei hat Zugriff auf diese Daten.

Welche Sportvereine nutzen derzeit Ooyala Live?
Schöpper:
Bereits kurz nach Markteinführung nutzen mit der National Rugby League und der National Basketball League in Australien zwei Sportverbände die Lösung. Andere Organisationen wie der FC Arsenal oder der amerikanische Sportsender ESPN nutzen bereits seit längerem Lösungen von uns, um Videoinhalte an ihre Fans zu bringen.


Bildquelle: Ooyala

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