Viel Aktivität, wenig Ziele

Wie Unternehmen Social Media nutzen

Eine neue Studie beschäftigt sich ausführlich mit der Social-Media-Praxis von Unternehmen und untersucht unter anderem, welche Defizite dabei noch vorherrschen und was die Vorteile einer zunehmenden Professionalisierung sind.

Durch Linien verbundene Holzfiguren

Social Media wird gerne genutzt, um mit der Zielgruppe in Kontakt zu bleiben.

Die Präsenz in sozialen Netzwerken ist für Unternehmen heutzutage unabdingbar – das sollte sich inzwischen auch bis zu den letzten Zweiflern herumgesprochen haben. Trotzdem wird das Thema oft stiefmütterlich behandelt und vor allem in den Führungsetagen nur bedingt ernst genommen. Zu diesem Schluss kommt auch eine neue Studie von Hootsuite, für die 9.000 Unternehmen aus aller Welt zum Thema befragt wurden. Ganze 86 Prozent sind dementsprechend der Meinung, dass Social Media ein kritischer Faktor für die Wettbewerbsfähig ist. Die Vorgänge werden dementsprechend am liebsten intern gesteuert. Gerade mal 8 Prozent der befragten Firmen gaben an, die Betreuung der Kanäle über externe Dienstleister zu gewährleisten. Beschäftigt werden in der Regel (76 Prozent) allerdings nur maximal drei Personen pro Unternehmen, um sich mit dem Management der Kanäle auseinanderzusetzen. Erst ab einer Unternehmensgröße von 1.000 Mitarbeitern wachsen auch die Social-Media-Teams.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Neben dem „Wann” ist auch das „Wo” immer wieder eine zentrale Frage, wenn es um die Streuung der eigenen Inhalte und Werbemaßnahmen geht. Für eine große Mehrheit ist diese Frage allerdings schnell beantwortet: 93 Prozent aller Unternehmen setzen dabei auf Facebook und nennen das Netzwerk als ihren wichtigsten Kanal. Darauf folgt mit 75 Prozent der Kurznachrichtendienst Twitter. Knapp dahinter: Instagram mit 73 Prozent. Der Fotodienst eigne sich am besten für die Präsentation von Produkten, so das Fazit. Linkedin (51 Prozent) und Xing (49 Prozent) eignen sich besonders für die B2B-Ansprache, wobei Letzteres außerhalb der DACH-Region so gut wie gar keine Relevanz haben soll. Obwohl die wenigsten bei ihrer Social-Media-Strategie an Google+ denken dürften, wird der Dienst immer noch von 37 Prozent der Befragten aktiv genutzt.

Deutsche Unternehmen sollen im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt sein. Der oft beschworene Vorsprung von US-Unternehmen sei hier nicht zu spüren. Eingesetzt werden die Kanäle bevorzugt in den Marketingabteilungen. Für Personaler wächst die Bedeutung von Social Media ebenfalls. Überraschend: Ausgerechnet im Kundenservice wird das Potential noch lange nicht voll genutzt. Problematisch sei zudem das fehlende Verständnis von Analyse-Kennziffern und fehlende Unterstützung aus den Chefetagen. Darüber hinaus müsse konkreter über die Ziele gesprochen werden, die mit den Social-Media-Aktivitäten verknüpft werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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