Longreads für das Wochenende

Wir waren Physiker für eine Nacht

Wissenschaftler entdecken Gravitationswellen, Uber verändert das Silicon Valley und Facebook erschafft einen neuen Kolonialismus.

"A long time ago in a galaxy far, far away a pair of black holes collided." Gestern waren wir alle Physiker. Genießen wir diesen Moment. Und dann lassen wir uns das Konzept der Raumzeit von Albert Einstein selbst erklären, in seinem legendären Artikel für die Encyclopaedia Britannica.

Die Washington Post erzählt eine kurze Geschichte der Gravitation. Der New Yorker schildert die Entdeckung der Gravitationswellen im Detail. Der Atlantic bringt ihren Sound (den "Chirp") zu Gehör. Und wer das Ganze gerne im Original lesen möchte: Hier ist die Publikation des Wissenschaftlerteams, das den nächsten Physik-Nobelpreis bekommt.

Die Vorstellung der Raumzeit, die Ideen der Relativitätstheorie, all das ist inzwischen gut belegt. Kann es da noch weiteren Fortschritt geben? Steven Weinberg findet die Vorstellung eines Endes der Wissenschaftsgeschichte nicht besonders plausibel. Aber wie stets in guter Wissenschaft bleibt dies diskutierbar.

Und dann waren da noch die Quanteneffekte, die nicht unbedingt bloß subatomar zu bemerken sind.

Übrigens: Die großen Tech-Unternehmen sind längst schon Teil des Establishments, sie haben ihre Unschuld verloren. Uber beispielsweise hat das Silicon Valley stark verändert, aber nicht unbedingt zum besten. Und Facebook revitalisiert eine kolonialistische Haltung gegenüber anderen Staaten.

Vielleicht ist die Sache einfach die, dass zu viele Leute zu schnell zu reich durch zu banale Apps werden. Also: Warten auf die Einhorn-Apokalypse.

Noch mehr Lesestoff: Vier Bücher über Neuroscience.

Bildquelle: Matt Heintze/Caltech/MIT/LIGO Lab

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