Viele Aussteller bleiben fern

Wird die Mobilfunk-Messe MWC abgesagt?

Die weltweit wichtigste Mobilfunkmesse MWC in Barcelona steuert in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Gefahr erstmals auf eine Absage oder Verschiebung zu.

Der MWC gilt als die weltweit wichtigste Veranstaltung der Mobilfunkbranche und ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

Der MWC gilt als die weltweit wichtigste Veranstaltung der Mobilfunkbranche und ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

Allein teilten die Deutsche Telekom, der Netzausrüster Nokia und der Smartphone-Hersteller HMD Global mit, dass sie der Veranstaltung fernbleiben werden. Laut spanischen Medienberichten wollte der Veranstalter noch heute darüber beraten, ob die ganze Messe abgesagt werden soll.

Die Messe wird der Mobilfunk-Anbieter-Organisation GSMA organisiert. Ihre Mitglieder wie die Deutsche Telekom, Vodafone oder Telefónica wollten sich zu einer eilig einberufenen Videokonferenz zusammenschalten, schrieb unter anderem die Zeitung „El Pais“.

Zuvor war noch berichtet worden, das Thema solle bei einer regulären Gremiensitzung der GSMA in Barcelona am Freitag angesprochen werden. Die GSMA erklärte dazu am Mittwoch lediglich, man gebe keine Kommentare zu internen Treffen ab. Sie hatte zuletzt am Wochenende betont, die Messe solle trotz der Coronavirus-Sorgen wie geplant vom 24. bis 27. Februar stattfinden - allerdings mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Seit Tagen häufen sich aber die Absagen. Allein am Dienstag kündigten der Chipriese Intel, der US-Telekomkonzern AT&T und der chinesische Smartphone-Anbieter Vivo an, dass sie in diesem Jahr dem Mobile World Congress (MWC) angesichts der Coronavirus-Risiken fernbleiben.

Zuvor hatten bereits große Aussteller wie Sony und Amazon, der Telekom-Ausrüster Ericsson, der südkoreanische Elektronikkonzern LG und der Chiphersteller Nvidia abgesagt.

Die Organisatoren hatten nach den ersten Absagen unter anderem zusätzliche Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen angekündigt. Außerdem soll allen Reisenden aus der chinesischen Krisenprovinz Hubei der Zugang zum MWC verwehrt werden. Personen, die sich in China aufhielten, müssen den Nachweis erbringen, dass sie das Land vor mindestens 14 Tagen verlassen haben.

Computerbild hat eine Liste mit allen Unternehmen zusammengetragen, die ihre Absage bereits mitgeteilt haben. Dazu zählen bisher folgende Unternehmen:

    Accedian
    Amazon
    Amdocs
    Appsflyer
    Arcep
    AT&T
    British Telecommunications
    Ciena
    Cisco
    Commscope
    Coosea Group
    Daili Wireless
    Deutsche Telekom
    Ericsson
    F5 Networks
    Facebook
    G-hold
    Gigaset
    HMD Global
    Iconectiv
    Intel
    Interdigital
    KMW
    LG
    McAfee
    MediaTek
    Nokia
    NTT Docomo
    Nvidia
    Orange
    Panorama Software
    Radwin
    Rakuten
    Royole
    Sony
    Spirent
    Sprint
    Telenor
    Telus
    Ulefone
    Umidigi
    Viavi
    Verizon
    Viber
    Vivo
    Vodafone
    Western Digital

Mit Material von dpa

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