Reminder-App

Wo ist mein iPhone?

Arno Nix, geschäftsführender Gesellschafter der Hup GmbH, weiß: Der Verlust des geschäftlichen Mobilgeräts ist ein teurer und nerviger Spaß. Aber auch privat sollte man sich absichern, betont er im Interview.

  • Mann sucht unter Bett

    Der Verlust des eigenen Mobilgeräts ist sehr ärgerlich. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))

  • Arno Nix von Hup

    Einmal hat Arno Nix von Hup bislang sein Smartphone verlegt – und das habe ihm gereicht. ((Bildquelle: Gudrun-Holde Ortner))

MOB: Herr Nix, wie groß sind der Ärger und das Risiko, wenn geschäftliche Mobilgeräte gestohlen werden oder verloren gehen?
Arno Nix:
Ohne Smartphone auf Geschäftsreise zu sein, ist in puncto Erreichbarkeit einfach ein Supergau . Bestenfalls liegt das gute Stück im Büro oder zu Hause. Wer das Smartphone liegen lässt, darf es aus der eignen Tasche ersetzen und muss einige Tage auf das neue Gerät warten. Vom bürokratischen Aufwand, der Sperrung, den zu schützenden Daten auf dem Geschäftshandy etc. einmal ganz abgesehen. So oder so: Ein Verlust ist ein teurer und nerviger Spaß. Auch privat sollte man sich absichern, denn das Smartphone ist in vielen Situationen einfach wichtig. Also muss eine Lösung her.

MOB: Haben Sie selbst auch schon mal Ihr Smartphone verloren?
Nix:
Einmal und das hat gereicht. Ich habe es in der Hektik einfach zu Hause liegen lassen, was mir sonst nie passiert. Logischerweise natürlich ausgerechnet zum Start einer mehrtägigen Geschäftsreise. Das schnell gekaufte Prepaid-Handy war kein echter Ersatz, denn es geht ja nicht nur um die Erreichbarkeit. Wie so oft war das der Auslöser, dass wir uns im Unternehmen ganz aktuell mit dem Thema befasst haben.

MOB: Wie kann eine Reminder-App wie die My-Buddy-App an dieser Stelle aushelfen?
Nix:
Da man als Empfänger des Alarms bzw. der Benachrichtigung ja ein weiteres Device bei sich tragen sollte, haben wir uns zum Start auf Apple-Watch-Besitzer konzentriert, die logischerweise dann auch ein iPhone nutzen. Wir haben für diese große Community eine Lösung gefunden, das iPhone und weitere Geräte zu schützen – über Bluetooth.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 09-10/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Die My-Buddy-App passt für den Nutzer auf und benachrichtigt im Fall der Fälle in weniger als 60 Sekunden über die Apple Watch, dass die Bluetooth-Verbindung zum iPhone unterbrochen wurde und zeigt die ungefähre Position an. Wer mehrere Devices schützen will, kann den Service durch den In-App-Kauf der Premiumversion für 3,99 Euro erweitern – so hat er die Möglichkeit, Bluetooth-Low-Energy-Geräte wie Macbooks, Tablets und Bluetooth Beacons davor zu bewahren, dass sie verloren gehen.

MOB: Man braucht also eine Apple Watch, um die Reminder-App nutzen zu können. Welche Voraussetzungen müssen darüber hinaus erfüllt sein?
Nix:
Sonst braucht es nicht viel: Einzige Voraussetzungen sind die Installation der App, eine aktive Bluetooth-Verbindung zwischen den aufgeladenen Devices, die Freischaltung von GPS und die Systemversionen ab WatchOS 5 und iOS 11 auf den Geräten. Wir haben hier bei den ersten Tests viel von den Usern gelernt. Als Softwarehaus mit agilen Prozessen freuen wir uns daher immer über Feedback, um die App noch besser zu machen.

MOB: Warum der Fokus aufs iPhone?
Nix:
Das iPhone ist eines der bevorzugten Smartphones in der Geschäftswelt, die Apple Watch die erfolgreichste Smartwatch, der App Store der beste Weg, um Nutzer zu erreichen, die eine App mit Premiumversion-Services goutieren. Aber wir können und werden unsere App auch auf Android erweitern, wenn sie gut angenommen wird.

MOB: Wie ist es um die Sicherheit der Bluetooth-Verbindung bestellt? Und saugt das nicht unglaublich viel Akkukapazität?
Nix:
Natürlich muss auf irgendeinem Weg eine Brücke zwischen dem zu schützenden Gerät und dem Nutzer gebaut werden. Hier ist Bluetooth eine logische Idee. Wenn beispielsweise die Apple Watch nicht aufgeladen ist oder keine Verbindung hergestellt werden kann, ist es in kurzer Zeit kaum aktiv möglich, eine Reminder-App zu aktivieren. Doch auch nach dem Verlust macht die App mit ihren Informationen über den letzten Standort Sinn, wenn die Verbindung wiederhergestellt werden kann. Die Belastung des Akkus ist überschaubar, da frisst ein Handy-Spiel mehr.

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