Immersive Showroom-App

Workwear meets VR

Dass trendige Modelabels den Kunden auch online ein außergewöhnliches Markenerlebnis bieten möchten, ist nicht neu. Einen Schritt weiter jedoch geht der traditionsreiche Arbeitsbekleidungsspezialist Kübler, der nun auf einen virtuellen Showroom setzt.

  • Virtueller Showroom

    Mit seinem VR-Showroom will Kübler das Markenerlebnis seiner Kunden verbessern.

  • Virtueller Showroom

    Die Bedienung der VR-Brille ist intuitiv und erfolgt über die Controller.

Virtual Reality (VR) galt lange als Spielwiese für Tech-Freaks und Gamer. Doch die Verbesserung der Devices, ein immer schnelleres Netz und neue Apps machen VR auch für Business-Anwendungen zunehmend attraktiv, wie das Beispiel des Arbeitsbekleidungsherstellers Kübler zeigt. Seit 1956 entwickelt das Kölner Unternehmen Textilien, die ihre Träger bei der Arbeit auf der Baustelle, im Chemiewerk oder in der Gastronomie funktional unterstützen sollen. Um mit der Zeit zu gehen, entschied sich das Textilunternehmen für eine App, die seine aktuelle Produktionslinie auf virtuelle Weise erfahrbar macht. Das Projekt wurde vom VR-Anbieter World of VR in enger Abstimmung mit Kübler umgesetzt. Nach einigen gemeinsamen Abstimmungs- und Feedback-Runden standen als Ergebnis zum einen eine Printbroschüre mit Augmented-Reality-Funktionen (AR), zum anderen auch eine Showroom-App, die via VR-Brille genutzt werden kann, bereit. Für die Broschüre wurden Marker in die Produktbilder integriert, die mittels Smartphone und AR-App ausgelesen werden können und den Kunden ein 3D-Modell auf dem Display anzeigen. Über Touch-Gesten kann das Modell angesteuert werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 05-06/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo. 

Die VR-Anwendung über die Brille kommt bei Kübler inzwischen bei Kundenbesuchen oder Produktschulungen zum Einsatz. So können Außendienstler Interessenten mit wenigen Handgriffen einen guten Eindruck von der Kollektion vermitteln – von verfügbaren Farbvarianten, über z.B. den Sitz von Taschen und Reflektoren bis hin zu weiteren Produktinfos. Auch bei Messen kam die Lösung schon zum Einsatz und wurde dort gut aufgenommen, wie Daniel Pusch, Marketingleiter bei Kübler, berichtet: „Sowohl Mitarbeiter als auch Kunden waren begeistert – viele hatten so etwas noch nicht gesehen. Auf der Messe gab es durchweg positives Echo und etliche Kunden wollten die VR-Brille gleich mitnehmen.“

Das Handy als Umkleide


Bei World of VR glaubt man an das große Potenzial von immersiven Anwendungen in der Unternehmenswelt, da nicht zuletzt durch die Corona-Krise die Akzeptanz von Remote Work und Home Office gestiegen sei. Es gebe einen großen Marktbedarf für einfache Lösungen, gerade was die Virtualisierung von Messen und Showrooms angehe. Aktuell seien besonders die ersten Versuche in Richtung VR-Shopping vielversprechend – sobald mehr Konsumenten die entsprechenden Devices auch Zuhause zur Verfügung hätten, stünde hier einer weiten Verbreitung nichts mehr im Wege. Und auch Daniel Pusch von Kübler hat bereits neue Ideen für Einsatzmöglichkeiten: „Beispielsweise wäre eine App denkbar, die als virtuelle Umkleidekabine funktioniert, d.h. der Kunde sucht sich eines unserer Arbeitsbekleidungsteile auf der Website aus und kann sich dieses per AR-App auf dem Smartphone anziehen.

Bildquelle: World of VR

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