Update: 3 Bieter im Rennen nach Fristende

Yahoo schlingert weiter durch die Krise

Nachdem die Frist für erste Gebote in der Nacht zum Dienstag abgelaufen ist, gibt es wohl nur noch drei Interessenten.

Update 19.April 2016:
Nach Ablauf der Frist für erste Gebote in der Nacht zum Dienstag, gebe es nur noch drei Interessenten, berichtet Bloomberg. Neben Verizon (das bereits AOL übernahm) bieten demnach noch der Finanzinvestor TPG sowie YP Holdings, früher als Adressen-Datenbank Yellowpages.com bekannt. Namhafte Interessenten wie Google, Microsoft oder die Telekom-Konzerne AT&T und Comcast sind laut Medienberichten nicht mehr im Rennen.

Update 08. April 2016:
Google bzw. Alphabt soll ein Angebot für das Kerngeschäft von Yahoo prüfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg "unter Berufung auf informierte Kreise". Microsoft soll nicht mehr unter den Interessenten sein, heißt es weiter.

Update 29. März 2016:

Microsoft berät Insidern zufolge mit Investoren über einen Finanzierungsbeitrag für den Kauf von Yahoo. Die Gespräche mit führenden Microsoft-Managern seien auf Initiative der an Yahoo interessierten Finanzinvestoren zustande gekommen und noch in einem frühen Stadium. Quelle sei eine "mit der Angelegenheit vertraute Person", die sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters äußerte.

Möglicherweise macht eine Beitrag Microsofts Sinn, angesichts der seit langem bestehenden Vereinbarungen im Suchmaschinengeschäft und im Werbebereich mit Yahoo. Diese zu erhalten, läge im Interesse von Microsoft. Microsoft lehnte eine Stellungnahme ab.

Update 01. März 2016:

Insider halten Verizon für den wahrscheinlichsten Käufer von Yahoo, berichten US-Medien. Ebenfalls im Rennen: Time Inc. Das Yahoo-Managements soll die Gespräche mit Interessenten bereits  in der vergangenen Woche begonnen haben.

Telekommunikationsanbieter Verizon gilt aufgrund seiner finanziellen Lage als aussichtsreicher Bieter, auch der CEO Lowell McAdam gab schon eine Interessenserklärung ab. Verizon hatte 2015 bereits AOL übernommen. Nun könnte AOL-CEO Tim Armstrong der Nachfolger seiner früheren Google-Kollegin Marissa Mayer auf dem Yahoo-Chefsessel werden.

Neben Time Inc. - finanziell nicht so üppig wie Verizon ausgestattet - werden als weitere, allerdings unwahrscheinlichere Übernahmekandidaten AT&T und Comcast sowie der Axel-Springer-Verlag genannt, der in letzter Zeit international expandiert. Aus Asien könnten Angebote von Alibaba und SoftBank kommen.

Ursprünglicher Artikel:

Zur Vorlage aktueller Quartalszahlen nach US-Börsenschluss am Dienstag gab Yahoo bekannt, den Verkauf von Unternehmensteilen für bis zu 3 Milliarden Euro zu planen. Außerdem könnte sich hinter der Formulierung "strategische Alternativen" ein kompletter Verkauf verstecken. Erneut sollen Arbeitsplätze gestrichen werden - auch in Europa.

Mageres Wachstum von 1,6 Prozent auf gut 1,27 Milliarden Dollar steht einem Verlust von 4,43 Milliarden Dollar gegenüber, nach einem Minus von 166,3 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Vor allem aufgrund von Firmenwert-Abschreibung von 4,46 Milliarden Dollar auf das Geschäft in Nord- und Lateinamerika sowie in Europa und bei der Blogplattform Tumblr.

Stellenabbau geht weiter

Angekündigt wurden Schließung der Yahoo-Büros in Madrid, Mailand, Dubai, Buenos Aires und Mexiko-Stadt. Zum Ende dieses Jahres will der Konzern nur noch 9000 Mitarbeiter und 1000 externe Angestellte haben. Der Abbau solle 400 Millionen Dollar pro Jahr sparen.

Jene Firmenteilen, die für Yahoo nicht zum Kerngeschäft gehöre sollen ebenfalls verkauft werden: Dabei geht es um Patente und Immobilien. Außerdem will der Yahoo-Verwaltungsrat "strategische Vorschläge" prüfen. Gemeint ist ein Verkauf, über den schon länger spekuliert wird.

Fraglich ist weiterhin, wie Yahoo sich am besten vom verbliebenen Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba trennen soll. Der Plan, den Alibaba-Anteil von 15 Prozent abzustoßen und den Erlös an die Aktionäre auszuschütten, kann wohl nicht steuerfrei umgesetzt werden.

Bildquelle: Thinkstock / Getty

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