Volle Kassen im E-Commerce

Zahlungsmethode ist kaufentscheidend

Warum es wichtig ist, Online-Käufern das richtige Bezahlverfahren zur Verfügung zu stellen.

Online-Shop-Betreiber sollten Zahlungsmodelle, die sich nahtlos in den Kaufprozess einfügen und dem Kunden eine reibungslose und bequeme Bezahlung ermöglichen, anbieten.

Überall gilt die Zufriedenheit der Kunden als oberste Priorität, um die Customer Experience nachhaltig und erfolgreich zu gestalten. Kaufprozesse sind in ihren Stufen so einfach und bequem für die Kunden aufgebaut, dass sie die Kaufentscheidung vereinfachen.

Hier spielen nicht nur Angebote und Preisniveaus eine Rolle, sondern auch Design und Nutzerführung, aber auch unsichtbare Prozesse wie Prüfung der Verfügbarkeit, logistische Steuerung und bargeldlose Bezahlung sind zunehmend ausschlaggebend. Eine aktuelle Umfrage von Trusted Shops zeigt sogar, dass 15 Prozent der Verbraucher sich langfristig gegen einen Online-Shop entscheiden würden, wenn keine passenden Zahlungsverfahren angeboten werden. Worauf Online-Shop-Betreiber bei der Auswahl der passenden Zahlungsmodelle achten sollten, erklärt Finanz- und Payment-Experte Jerome Traisnel, CEO von SlimPay:

Reibungslose Prozesse verringern Abbruchquote: Fast zehn Prozent der Bestellvorgänge werden bei der Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten abgebrochen. Die Gründe können unter anderem abgelaufene Kreditkarten, unpassende Auswahlmöglichkeiten oder die Mehrfacheingabe vertraulicher Bankdaten sein.
Wer im Online-Geschäft erfolgreich sein will, muss seine Kunden und ihre Präferenzen genau kennen. Mit maßgeschneiderten Angeboten lässt sich die Conversion Rate um ein Vielfaches steigern. Zahlungsmodelle, die sich nahtlos in den Kaufprozess einfügen und dem Kunden eine reibungslose und bequeme Bezahlung ermöglichen, bergen enorme Umsatzpotentiale. Idealerweise findet der Zahlungsvorgang für den Kunden nicht wahrnehmbar, also unsichtbar, hinter den Kulissen zwischen den Händlern, ihren Banken und der Banken des Kunden statt. Bei der Auswahl des passenden Payment-Partners sind Händler gut beraten, auf Service-Provider zu setzen, die täglich eine große Anzahl von Transaktionen bearbeiten können.

Wiederholen sich die Einkäufe und Bestellungen regelmäßig, wie z.B. für Softwarelizenzen, Pay-TV oder Magazine, bieten sich Abomodelle an. E-Commerce-Riesen wie Zalando oder Amazon arbeiten bereits mit dem sogenannten 1-Click. Die vorgespeicherten Daten erleichtern und verkürzen den Bestellvorgang erheblich, da Zahlungsmodalitäten wie Bankkonto oder Kreditkarte fest hinterlegt sind.

Flexible Zahlungsspielräume: Durch die digitale Transformation des Zahlungsverkehrs erhöht sich auch automatisch das Ausfallrisiko von Zahlungen für die Händler. Allein in Deutschland verursachten Online-Betrüger in 2014 einen Gesamt-Zahlungsausfall von rund 2,4 Milliarden Euro. Nicht zuletzt deswegen sind im deutschen Online-Handel Methoden wie Vorkasse oder Bezahlung per Nachname noch weit verbreitet. Garantieren diese Zahlungsarten hohe Sicherheit, sind sie nicht nur für den Händler mit deutlich höheren Kosten verbunden, sondern verursachen auch auf Käuferseite mehr Aufwand im Kaufprozess. Nichtsdestotrotz liegt gerade im digitalen Zahlungsverkehr der Schlüssel zur Kundenzufriedenheit: Neue Payment-Provider unterstützen hier beide Seiten. Kann ein Kunde vorübergehend eine Zahlung nicht leisten, kann er diese mit wenigen Klicks zu einem späteren Zeitpunkt einstellen, ohne dass das Risiko bei den Händlern steigt. Dieses Entgegenkommen auf die Bedürfnisse des Kunden steigern nicht nur das Vertrauen und die Zufriedenheit, sondern wirken sich auch unmittelbar auf Wiederkäufe und Empfehlungen aus.

Innovative Payment-Technologien öffnen neue Wege, online den Zahlungsvorgang so reibungslos und sicher wie möglich werden zu lassen, sondern auch mit Invisible Payment nachhaltig die Customer Journey zu beeinflussen. Das stellt nicht nur Händler, sondern auch FinTech-Anbieter vor Herausforderungen, da die Erwartungen und Bedürfnisse der Verbraucher stetig steigen. Quasi kontaktlose Zahlungen an der Tankstelle via Nummernschild oder das "digitale" Anschreiben im Supermarkt oder anstatt der Rechnung im Restaurant über einen Online-Warenkorb bezahlen, klingen jetzt zwar noch recht utopisch, werden aber in naher Zukunft die Customer Experience revolutionieren.


Bildquelle: 123rf/ David Molina

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok