Longreads für das Wochenende

Zehn Jahre iPhone, 23 Jahre Yahoo!

Marissa Mayer geht zurück zu Google und seltsamerweise macht das niemandem Sorgen.

  • Das iPhone wurde zum Megaseller und sorgte dafür, dass Apple sich zum wertvollsten Unternehmen der Welt entwickelte. Foto: Joel Carrett

    Das iPhone wurde zum Megaseller und sorgte dafür, dass Apple sich zum wertvollsten Unternehmen der Welt entwickelte. Foto: Joel Carrett

Das hier könnte die letzte Kolumne mit Yahoo- und Marissa-Mayer-Longreads sein. Deshalb kommt erst einmal ein Enthüllungsvideo aus der letzten Sitzung des Yahoo-Boards. Anschließend geht es dann um die traurigen Reste des Dotcom-Veteranen. Altaba ist nach dem Verkauf des eigentlichen Geschäfts genau der richtige Name, meint Quartz. Der andere Teil behält vorläufig noch seinen Namen.

Ob Verizon mit seiner Neuerwerbung glücklich wird? Zumindest für eine kurze Zeit war das 4,8-Milliarden-Dollar-Geschäft fraglich, denn Yahoo musste zugeben, dass es in seinen Benutzerdatenbanken einen Einhorn-Hack gegeben hatte: Die Daten von einer Milliarde Benutzern wurden gestohlen. Das ist eigentlich keine gute Voraussetzung dafür, ein Unternehmen gewinnbringend zu verkaufen.

Yahoo gibt es übrigens seit Januar 1994 und hat seitdem eine beispiellose Aufstiegs- und Abstiegsgeschichte gehabt. Ebenfalls im Januar, aber im Jahre 2007, wurde das erste iPhone vorgestellt. Es ist das Produkt, das Apple von einem irrsinnig erfolgreichen Unternehmen zu einer mit praktisch nichts mehr vergleichbaren Supermonster-Corporation verwandelt hat. Und das alles, nachdem Ur-Gründer Steve Jobs Apple mit dem iMac gerettet und mit dem iPod zu einem rasanten Höhenflug gebracht hat.

Das ist dann vielleicht eine gute Gelegenheit, sich die originale iPhone-Vorstellung noch einmal anzuschauen. Der Rest ist Geschichte oder wie es Horace Dediu mit der gebotenen Nonchalance ausdrückt: Die erste Billion ist immer die schwerste. Magnaten vom Range eines Dagobert Duck werden das sicher gerne bestätigen. Dabei war das iPhone in den ersten Monaten nach der Produkteinführung noch nicht der Knaller, als der es heute gilt: Kaum jemand hat die Touchscreen-Revolution so richtig verstanden (inklusive des Kolumnisten). Doch nach Ansicht vieler Beobachter der Tech-Szene leidet Apple inzwischen unter dem iPhone, denn es ist nicht besonders einfach, dieses Produkt noch zu übertreffen.

Nebenbei gefragt: Was wäre eigentlich, wenn es kein iPhone gegeben hätte? Das mag man sich eigentlich nicht  vorstellen.

Bildquelle: Joel Carrett, Yahoo

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