„Das Wichtigste sind das Engagement und der Veränderungswillen seitens der Unternehmen“, betont Stefan Preuß von Caseris.
MOB: Herr Preuß, was verbirgt sich hinter dem Digital Workplace?
Stefan Preuß: Der Digital Workplace ist kein fester Ort, sondern ein neues Arbeitskonzept: das Arbeiten an jedem Ort mit einem beliebigen Endgerät mit Zugriff auf alle relevanten Applikationen und Kommunikationskanäle. Das Ziel: zufriedene Mitarbeiter, die ihren Job gut und gerne erledigen und dabei bestens durch Technik unterstützt werden – egal, wo sie arbeiten.
MOB: Wie gestaltet man den Austausch und die Zusammenarbeit mit Kollegen, Vorgesetzten und vor allem mit Kunden im Digital Workplace?
Preuß: Die Neuausrichtung zum Digital Workplace sollte sich auf drei Säulen stützen: Communication, Collaboration und Customer Care. Die IT-Infrastruktur legt dafür die Basis. Digitale Arbeits- und Kommunikationsprozesse sowie der orts-, zeit- und endgeräteunabhängige Zugriff auf relevante Daten sind das Herzstück des Konzepts. Wichtig sind Tools, die Echtzeitkommunikation und Teamarbeit ermöglichen. Dazu gehören neben dem Eins-zu-Eins-Dialog auch Teamchats und Videokonferenzen, die zentrale Datenablage und gemeinsame Dokumentenbearbeitung nach dem Prinzip „Store and Forward“. Erreichbarkeit ist das A und O, digitale Multichannel-Kommunikation das Schlagwort der Stunde.
MOB: Welche Erfahrung haben Ihre Kunden mit der Einführung des Konzeptes „Digital Workplace“ gemacht?
Preuß: Unternehmen, die unsere Lösung Timio nutzen, sichern sich viele Mehrwerte: Teams können ortsunabhängig zusammenarbeiten und kommunizieren, Daten austauschen, Bildschirme teilen und Gruppenchats nutzen – bei zusätzlicher Optimierung der Erreichbarkeit. Gleichzeitig profitieren diese Unternehmen von Vorteilen in der Kundenkommunikation – sowohl in Sales und Support als auch im Marketing.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
MOB: Wenn ein Unternehmen den Weg in Richtung „Digital Workplace“ gehen möchte, worauf kommt es bei der Einführung an?
Preuß: Das Wichtigste sind das Engagement und der Veränderungswillen seitens der Unternehmen. Visionäres Denken und Handeln – und dabei die Angestellten mitziehen. Was nützt die beste Lösung, wenn sie nicht akzeptiert wird? Der nächste Schritt wäre die Prüfung der vorhandenen Infrastruktur. Welche Prozesse können digitalisiert werden? Wo kann aufgesetzt werden, was muss grundsätzlich erneuert werden? Der Sprung zum Digital Workplace ist eine Veränderung. Gerade Cloud-Modelle helfen, die Einstiegskosten gering zu halten. An der Stelle muss der Unternehmer abwägen, ob ein monatliches Mietmodell in Frage kommt oder ob eine Investition in ein selbstverwaltetes On-Premises-System sinnvoller ist. Wichtig ist auch die klare, begleitende Kommunikation: angefangen bei der Vorabinformation, über eine Darlegung von Vorteilen und Nutzen, bis hin zu Schulungen und Support.
Bildquelle: Caseris